Aktuelle Wahlkampagnen setzen auf kurzfristige Versprechen, die langfristige Nachhaltigkeitsziele und die Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie gefährden. Das Verbrenner-Verbot und die Antriebswende sind notwendig für nachhaltige Mobilität und das Erreichen der Klimaziele; Rückschritte würden die Transformation und andere Sektoren wie Energie und Ernährung beeinträchtigen. Deutschland droht, international den Anschluss zu verlieren, während Hersteller aus China und den USA, wie BYD und Tesla, in der E-Auto-Produktion bereits weit voraus sind.

Zum Artikel: Hier

Der ehemalige Automobil-Manager Hans-Peter Kleebinder will die Mobilitätswende in Deutschland voranbringen. Bei der Eröffnung des Klimabüros von FOCUS online Earth im Ahrtal erklärt er, warum Deutschland noch einen weiten Weg vor sich hat – und was wir vom Ausland lernen können.

Zum Artikel

Bei der Messe IAA Mobility in München setzen die Autobauer besonders ihre E-Autos in Szene. Die Botschaft: Die Zukunft ist elektrisch. Doch wann kommt der angekündigte Durchbruch der E-Mobilität?

(…) „Wir brauchen endlich Anreize für kluge Verkehrsangebote und Anreize zur Verkleinerung unserer Autos. Elektrische Leichtfahrzeuge sind ideal für den Stadtverkehr, benötigen nur die halbe Parklücke und sparen eine Menge Material und CO2 schon bei der Produktion. Länder wie Italien, Holland, Griechenland fördern diese“, beklagt Hans-Peter Kleebinder, Chief Brand Guardian beim Schweizer Hersteller des Microlinos, eines Leichtfahrzeugs, das wie eine moderne Version der BMW-Isetta aus den 1950er-Jahren aussieht.

Zum Artikel

Während in wenigen Städten die Zahl der Autos abnimmt, steigt sie bundesweit leicht an. Experten sehen Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern immer mehr als Außenseiter. In welchen Regionen es die größte Autodichte gibt und was ein Mobilitätsexperte für die nächsten Jahre prognostiziert.

 

Der Mobilitätsexperte Kleebinder sieht einen falschen Fokus. „Wir diskutieren viel zu viel über eine reine Antriebswende“, sagt er. „Wir brauchen eine ganzheitliche Mobilitätswende – Hand in Hand mit einer umfassenden Energiewende und einer Um- und Neugestaltung unserer Städte.“ Zudem brauche Deutschland eine funktionierende Infrastruktur zwischen Städten und dem ländlichen Raum und eine nachhaltigere, effizientere Auslastung der fast 50 Millionen Autos auf Deutschlands Straßen. „Nachhaltigkeit wird zum wichtigsten Thema – die Währung dafür ist unser persönlicher ökologischer Mobilitäts-Fußabdruck“, ist Kleebinder sich sicher.

 

Zum Artikel

Dr. Hans-Peter Kleebinder, SMARTmobility-Pionier und Zukunft-Fabrik.2050 fellow, ruft in FOCUS online zu einer langfristigen Verkehrspolitik mit einer gemeinsamen Vision auf. “Schiene und Bahn sind das Fundament der Verkehrswende in Deutschland und Europa. Sie wurden aber in den letzten 70 Jahren stark vernachlässigt”, wird Hans-Peter Kleebinder zitiert. Man dürfe sich nicht nur darauf konzentrieren, ob mit Verbrenner- oder Elektromotoren gefahren werde. Es müsse dringend in die Schiene investiert werden, wie es andere EU-Länder bereits tun.

 

Zum Artikel

Um die Klimakrise zu bewältigen, braucht es nicht nur Umdenken in der Politik und Gesellschaft, sondern auch Innovationen aus der Wirtschaft. FOCUS online Earth spricht mit grünen Vorreitern aus Deutschland, die ihren Beitrag zur Klimawende leisten wollen. In Teil 2 der „Green Heroes“: Ein Landkreis, der die E-Autos miteinander teilt.

Einschätzung eines Mobilitätsexperten: Für Hans-Peter Kleebinder, Experte für nachhaltige Mobilität, ist dieser Ansatz besonders intelligent, weil er nachhaltig vorhandene Verkehrsmittel nutzt. „Wir müssen die Autos besser nutzen, es macht keinen Sinn, dass die Autos so lange ungenutzt herumstehen“, sagt Kleebinder. „Wir brauchen für die Fortbewegung nicht nur große schwere Autos oder Autos, die mehr herumstehen.“

Für den ländlichen Raum seien solche Lösungen ideal, weil sie flexibel, bedarfsgerecht und unabhängig von der Taktung des öffentlichen Nahverkehrs seien. Besonders spannend, so Kleebinder, sei die Nutzung von Firmenfahrzeugen. Gerade für Unternehmen sei eine solche Kooperation attraktiv: Ab 2024 sind sie ohnehin verpflichtet, die Emissionen ihrer Fahrzeugflotte auszuweisen.

Zum Artikel

Die Züge der Bundesrepublik sind voll, die Straßen sind es auch. Autofahrende standen zwischen Juni und September 2022 insgesamt 81.135 Stunden im Stau. Auch weniger als 70 Prozent der Fernzüge waren 2022 pünktlich. Die Deutschen sind also mobil – und sie müssen für den Weg von A nach B viel Zeit einräumen. Und oft auch viel Geld.

Gleichzeitig stehen Deutschland und die Welt vor der Aufgabe, so schnell wie möglich Emissionen einzusparen. Jeder Monat des Jahres 2022 war zu warm. Und natürlich ist neben der Industrie auch die Mobilität ein großer Sektor, in dem Kohlenstoffdioxid eingespart werden muss.

Wie genau sich die Mobilität entwickeln müsste, um klimafreundlicher und zukunftsfähig zu sein, darüber hat watson mit dem Mobilitätsexperten Hans-Peter Kleebinder gesprochen. Kleebinder ist Studienleiter am Institut für Mobilität der schweizerischen Universität St. Gallen – und war selbst Jahrzehnte in der Autoindustrie tätig.

 

Mobilitätsforscher Hans-Peter Kleebinder wirft einen Blick auf die Mobilität von morgen. Die These: Wir haben den „tipping point“ erreicht – den Moment, in dem sich eine solche Menge an Probleme angehäuft hat, dass eine Gesellschaft ihr Verhalten ändert: den Wendepunkt also. „Null Emissionen, null Unfälle, null Stau, null Eigentum“ – das sei realistisch bis zum Jahr 2035 zu erreichen. „Wir können gesünder und sicherer leben und haben die Chance, unsere Städte neu zu gestalten.“

Zum Artikel

 

Null Emissionen, null Stau, null Eigentum: Mobilitätsexperte Hans-Peter Kleebinder plädiert für eine radikale und vor allem maximal schnelle Transformation im Verkehr. Tirol brauche neue Mobilitätskonzepte.

 

Zum Artikel

“ […] Kleebinders Credo: „Nachhaltigkeit wird in der Mobilität der Zukunft zum wichtigsten Thema – die Währung dafür ist unser persönlicher ökologischer Mobilitäts-Fußabdruck.“ Unser Wunsch nach individueller Mobilität werde bleiben, wir kommen ihm aber vielfältiger nach: „Mit vier und zwei Rädern, aber auch vermehrt auf der Schiene, im ÖPNV und zu Fuß. […]“

 

zum Artikel