Beiträge

Geschätzte Lesezeit : 2 Minuten

Am 28. Mai moderierte ich den «Corona Situation Room #2« mit ausgewählten Experten aus der Automobilindustrie in China und der EU mit 94% der chinesischen Industrie wieder auf Kurs. (Accenture 19. 05. 20).

COVID-19 legte den Grundstein für dieses neue Format des CAR-Instituts, Organisator führender Konferenzen der Automobil- und Mobilitätsbranche in Deutschland und China. Gerade die globale Automobilindustrie mit offenen Märkten sowie internationalen Lieferketten und Just-in-time-Strategie steht vor außergewöhnlichen Herausforderungen. Ziel dieser Initiative ist es, der Automobilindustrie Orientierung und Unterstützung bei der Bewältigung der COVID-19-Krise und der Verbesserung der deutsch-chinesischen Wirtschaftskooperation zu bieten.

Ein Experte aus China, ein Experte aus Deutschland sowie zwei Branchenführer informierten über die aktuelle Situation. Es folgte eine offene Diskussion mit allen Rednern.

Das Briefing fand in einer exklusiven Runde (nur auf Einladung) statt und bot einen Informationsaustausch aus erster Hand für und mit Entscheidern direkt aus dem Huawei Open Lab in München.

Kernfragen

  1. Wie sehen Lieferketten vor/nach Corona aus, wie gehe ich mit lieferkritischen Lieferanten und Ländern um?
  2. Welche digital gesteuerten Möglichkeiten gibt es, um nach dem Lockdown verloren gegangenes Potenzial auszugleichen?
  3. Wie können digitale Lösungen helfen, Lieferketten robuster zu machen?
  4. Wie können digitale Lösungen die Zusammenarbeit in der Automobilindustrie und (OEMs & suppliers) mit Fokus auf China und EU verbessern?
  5. Wie vermeide ich Lieferengpässe und Produktionsausfälle?
  6. Was sind Best-Practices und Lernergebnisse von CATARC, IBM und HUAWEI?

Speakers

  • Prof. Ferdinand Dudenhöffer (Director CAR Center Automotive Research)
  • Guanqi Hao (Chief Representative Office Germany, CATARC)
  • Dr. Cesim Demir (CTO Manufacturer and Automotive Solutions, Huawei)
  • Dirk Wollschläger (General Manager Global Automotive, IBM)

Diskussionspunkte

Die Ergebnisse unserer Diskussion und Erkenntnisse zur Supply Chain & Digitalisierung:

Die Informations- und Kommunikationstechnik ist die Blut- und Nervenader für eine digitalisierte Industrie 4.0. Im Mittelpunkt stehen funktionale digitale Infrastrukturen (Cloud-Infrastruktur und digitale Eco-Systeme) als Erfolgsfaktoren der Zukunft.

Als Folge der COVID-19-Pandemie ändert sich der Fokus des Supply Chain Managements von:

  • Nachhaltigkeit zu Agilität
  • Compliance zu Resilienzmanagement
  • Rückverfolgbarkeit von Waren im Transit zu Vorhersage der logistischen Vorlaufzeit
  • Just-in-Time zu Just-in-Case Echtzeitlösungen

Neue Herausforderungen im Bereich Supply Chain Management sind die Bewertung und Anpassung. Sourcing-Strategien, KI und Blockchain profitieren von COVID-19.

Letzte Frage von Moderator Hans-Peter Kleebinder:

Wie wird die Lieferkette im Jahr 2025 aussehen, wenn man bedenkt, dass die Transformationsgeschwindigkeit mit Corona als Beschleuniger zunimmt?

Cesim Demir:
„Im Jahr 2025 wird All Connected Artificial Intelligence Logistics (ACAIL) den Transport von Komponenten mit 3D-Drucktechnologien deutlich reduzieren. Es sind nicht Bauteile, die von A nach B geschickt werden, sondern Daten, damit diese Komponenten vor Ort produziert werden können.“

Dirk Wollschläger:
„Bis 2025 werden fast 100% der Supply Chain-Workflows entweder automatisiert oder durch künstliche Intelligenz unterstützt.“

Guanqi Hao:
„Es wird eine globale Lieferkette geben, die unser Leben und unsere Welt mittels Digitalisierung nachhaltig verändern wird. Wir müssen darauf vorbereitet sein, der wird Wandel schneller geschehen, als wir uns vorstellen können.“

Ferdinand Dudenhöffer:
„Wir werden eine intelligente Lieferkette sehen. Die Daten werden in Echtzeit mittels 5G-Standard übertragen. Lösungen können dadurch in Echtzeit entwickelt und implementiert werden.“


Fazit – nach 2 Corona Situation Räumen zu Logistik & Supply Chain

COVID-19 zeigt uns die Verwundbarkeit unserer globalen Automobilindustrie, die auf Arbeitsteilung, Optimierung, Fertigung und insbesondere günstige Arbeitskosten sowie Just-in-time-Produktion basiert. Intelligentes Supply Chain Management ist ein Enabler für diese Transformation und Blut- und Nervenader der globalen Lieferketten und Logistik. Die Digitalisierung wird der Haupttreiber in Kombination mit künstlicher Intelligenz sowie Blockchain– und 3-D-Druck-Technologien sein.

#coronarampup #reboot #automobilindustrie #chinamobility #supplychain #lieferketten

 


Author: Dr. oec. Hans-Peter Kleebinder

Zusammenfassung des ersten Corona Situation Room #1 mit Schwerpunkt Logistik/Transport

Relevanter Blog mit Hintergundinformationen zu China: China: The new global automotive leader

Weitere Veranstaltungen:  https://digital.car-future.com/

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Am 29. April moderierte ich den ersten «Corona Situation Room« mit ausgewählten Branchenexperten aus der Automobilindustrie mit Fokus China und EU.

Anlass für dieses neue Format des CAR Instituts, Veranstalter führender Konferenzen der Automobil- und Mobilitätsindustrie in Deutschland und China, ist die COVID19 Krise. Speziell die globale Automobilindustrie mit offenen Märkten sowie internationalen Lieferketten und Just-in-Time Strategie, steht vor besonderen Herausforderungen. Ziel ist es, Orientierung und Unterstützung für die Automobilindustrie beim Management der COVID19 Krise anzubieten und eine Verbesserung der deutsch-chinesischen Wirtschaftskooperation zu erreichen.

Jeweils ein Experte aus China und Deutschland sowie ein Unternehmensvertreter geben ein Update zur momentanen Lage, anschließend findet eine Diskussionsrunde mit allen Sprechern statt.

Das Briefing findet in einer exklusiven Runde (nur auf Einladung) statt und dient dem Informationsaustausch aus erster Hand für und mit Entscheidern zu aktuellen Themen wie Produktion, Auswirkungen auf die Lieferketten, Digitalisierung und die Entwicklung der Marktnachfrage.

Kernfragen

  1. Produktion und Lieferketten in Deutschland und China in Zeiten von Corona. Welche Erfahrungen sind seit dem Ausbruch der Krise in China und Europa gemacht worden?
  2. Welche neuen Herausforderungen im Bereich der Logistik gibt es?
  3. Fallbeispiel Duisburger Hafen zur Deutsch-Chinesischen Zusammenarbeit in der Logistik
  4. Welche Möglichkeiten und Maßnahmen gibt es, verloren gegangene Potentiale nach den Stillständen wieder aufzuholen?

Referenten

Diskussionspunkte

  • Wird sich der Trend zur Globalisierung weiter verstärken oder zurückgehen?
  • Welche Auswirkungen auf die Fertigungstiefe und Produktionskosten sind zu erwarten?
  • Wie wird eine Änderung von Lieferketten zukünftig Logistikprozesse, wie zum Bsp. das Prinzip „just-in-time“ und Lieferwege Luft, Schiene, Straße und Wasser verändern.

Zhixin Wu berichtete über den Aufbau eines neuen Datenmanagement-Systems zur Optimierung und Absicherung von Lieferketten in China, der Verlängerung der staatlichen BEV Förderung und kündigte Maßnahmen zur Optimierung der Standards für die europäische Automobilindustrie an.

Erich Staake berichtete von dem ersten Zug, der vor 10 Tagen, seit dem Ausbruch der COVID Krise von Wuhan in Duisburg eingetroffen ist, dem Trend, dass aktuell mehr Fertigprodukte per Schiene Richtung China transportiert werden und vom Optimierungspotenzial bei der Auslastung der Güterzüge in beide Richtungen.

Ferdinand Dudenhöffer prognostizierte, dass China gestärkt aus der COVID Krise als Lokomotive der globalen Automobilindustrie hervorgehen wird. USA bleibt unberechenbar. Just in time wird bleiben mit stärkeren Risiko-Absicherungen und einer Digitalisierung der Logistik-Kette.

Fazit

Corona zeigt uns die Verletzlichkeit unsers globalen Wirtschafts-Systems, das auf Arbeitsteilung, Optimierung der Herstellungs- und insbesondere Lohnkosten, just-in-time Produktion und preiswerten Logistikprozesse beruht.

60% der Teilnehmer kamen aus China, 40% aus Europa. Vertreter von IBM, NIO, BMW, Huawei, CFLD German Desk, China Fortune Land Development, China International Promotion Agency, etc.

Beim abschließenden Stimmungsbarometer unter den 24 Teilnehmern ergab sich folgendes Ergebnis:

Ergebnis

  • 8% optimistisch
  • 55% vorsichtig optimistisch
  • 33% pessimistisch
  • 4% sehr pessimistisch

#coronarampup #reboot #automobilindustrie

 

 

Der 2. «Corona Situation Room #2« findet am 28. Mai 2020 um 11:00 statt.

Weitere Informationen und Anmeldung / Bewerbung unter

https://digital.car-future.com/

++++++++++++++++++++++++++

 

Autor: Dr. oec. Hans-Peter Kleebinder

Blog-Beitrag zum Thema:   China: Die neue globale Autonation  vom 24. November 2019.